Papst Benedikt hat am Samstag das Rücktrittsgesuch des Augsburger Bischofs Walter Mixa vom 21. April angenommen. Er reagierte damit auf Vorwürfe, die von Kindesmisshandlung über finanzielle Unregelmäßigkeiten bis zu sexuellem Missbrauch reichten. Ehemalige Heimkinder hatten den Bischof beschuldigt, dass er sie geschlagen hätte. Mixa hatte zunächst geleugnet, von 1975 bis 1996 körperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausgeübt zu haben. Später räumte er ein, dass er "Watschen" nicht ausschließen könne. Außerdem werden ihm aus seiner Schrobenhausener Zeit finanzielle Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit einer Waisenhausstiftung vorgeworfen, schrieb der Spiegel am 8. Mai.
Am 7. Mai war außerdem bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Ingolstadt gegen Mixa wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt. Es soll dabei um einen Fall aus der Zeit Mixas als Bischof von Eichstätt (1996 bis 2005) gehen, der möglicherweise noch nicht verjährt ist. Dabei habe die katholische Kirche selbst die Anzeige erstattet, sagte eine Sprecherin des bayerischen Justizministeriums. Weder Bischofskonferenz noch Staatsanwaltschaft wollten sich zu den laufenden Ermittlungen äußern.
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http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,693775,00.html
http://gaywest.wordpress.com/2010/05/08/monsi-und-die-willibaldiner/
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,693610,00.html