Stuttgart/Deutschland - Die deutsche Pius Bruderschaft ruft in ihrem aktuellen Mitteilungsblatt vor allem "Männer und Familienväter" dazu auf, gegen die "perverse Kundgebung" - gemeint ist der CSD in Stuttgart - zu protestieren. Der CSD ist für die Pius Bruderschaft ein "Propaganda-Umzug für die sodomitische Sünde". Und so sieht die Pius Bruderschaft den CSD: "Eine Menge von sich wild und obszön gebärenden Menschen zieht durch die Straßen Stuttgarts und will den Menschen suggerieren: Homosexualität ist das Normalste der Welt. Seht wie pervers-fröhlich wir sind. [...] Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: 'Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!' Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!" Den Rest erspare ich euch...
Reaktionen:
Der Veranstalter des CSD stellte Strafanzeige gegen den Verfasser des Textes. Der Nazi-Vergleich sei eine "neue, unhaltbare Dimension der Hetze gegen Schwule und Lesben", so CSD-Gesamtleiter Christoph Michl.
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich von diesem Aufruf distanziert.
Der Grüne Politiker Volker Beck fordert, dass die Bruderschaft durch den Verfassungsschutz beobachtet wird.
Der Zentralrat der Juden fordert eine Reaktion des Vatikans. Stephan Kramer, Zentralsrats-Generalsekretär: "Nach der herzlichen Umarmung der Gruppe durch den Papst bin ich auf dessen Stellungnahme dazu gespannt."
"Pius Bruderschaft gegen "perverse..." vollständig lesen »
Kommentare